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„In den nächsten zehn Jahren werden wir uns um euch raufen!“


Zeugnisübergabe an Maurer, Schreiner und Zimmerer - Josef-Haas-Stiftung überreicht den Besten wieder stattliche Geldpreise
(30.07.2010) Quelle: pnp

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Mit Geldpreisen wurden die besten Zimmerer und Schreiner von der Josef-Haas-Stiftung ausgezeichnet: (vorne von links) Thomas Winkler, Alexander Dötter. Philipp Weinberger, Adrian Niedermeier, Michael Huber, Kathi Stockinger und Tobias Eibeck. Ihnen gratulierten (hinten von links) Abteilungsleiter Georg Grad, Schulleiter Walter Karlstetter und Josef Haas. (Foto: Gruber)
 



Von Gerhard Gruber

Pfarrkirchen. Mit der Ernte in der Landwirtschaft verglich Abteilungsleiter Georg Grad die Zeugnisverteilung in der staatlichen Berufsschule Pfarrkirchen an die Mauerer, Zimmerer und Schreiner. Es sei eine große Freude, so Grad, dass allen Entlassschülern ein Abschlusszeugnis überreicht werden könne und sogar sehr gute Ergebnisse erzielt wurden.
Schulleiter Walter Karlstetter dankte dem Landkreis als Sachaufwandsträger und der Stadt Pfarrkirchen für die Unterstützung bei der Begegnung mit San Vincenzo. Das duale Ausbildungssystem habe sich bewährt, betonte er in seiner Rede und zollte den Lehrbetrieben hohe Anerkennung. Eine Besonderheit sei die Förderung durch die Josef Haas-Stiftung. An der Pfarrkirchner Schule erhielten alle Schüler des BGJ Zimmerer ab dem zweiten Schulhalbjahr eine finanzielle Unterstützung. Und zum Schluss gäbe es von der Stiftung auch erhebliche Geldpreise für die Jahrgangsbesten im Holzbereich. Dafür dankte Karlstetter dem anwesenden Vorsitzenden der Stiftung, Josef Haas.
An die Absolventen gerichtet meinte der Schulleiter: „Weiterbildung und Vertrauen auf das eigene Können, gepaart mit Verantwortungsbewusstsein, ist für den Handwerker unverzichtbar.“ Es bewahrheite sich immer wieder, dass dem Tüchtigen die Zukunft gehöre.
Nachdenkliche Worte gab Josef Haas den jungen Absolventen mit auf den Weg. „Schaut auf eure Gesundheit, Geld ist nicht alles“, sagte er. Eindringlich riet er, sich weiter zu bilden und sich weiter zu entwickeln.
„Holz ist ein wunderbarer Baustoff, daher ist es dem Stiftungskuratorium auch wichtig, die Holzberufe zu fördern“, sagte Haas weiter. Den drei Jahrgangsbesten übergab er dann jeweils eine Anerkennung von 1500 Euro, 1000 Euro bzw. 500 Euro. Bei den Schreinern waren dies Michael Huber, Kathrin Stockinger und Tobias Eibeck, bei den Zimmerern Adrian Niedermeier, Philipp Weinberger sowie die notengleichen Thomas Winkler und Alexander Dötter.
Hans Entholzner, Obermeister der Schreinerinnung, betonte in seinen Worten, dass das Handwerk in den letzten Jahren eine Durststrecke zu bewältigen hatte, aber das Personal weitgehend gehalten worden sei. Für die Zukunft könne sich aber der Spruch „Das Handwerk hat goldenen Boden“ wieder bewahrheiten. Den Absolventen rief er zu, sich fachlich und menschlich weiterzubilden. „Das Handwerk hat goldene Zeiten vor sich und in den nächsten zehn Jahren werden wir uns um euch raufen“, sagte er im Hinblick auf den drohenden Fachkräftemangel.
Die Klassenleiter Herbert Geigenberger, Bernhard Schmid und Georg Grad überreichten dann an die Zeugnisse, für die Besten gab es zusätzlich Buchpreise. Zahlreiche Schüler erreichten durch ihre guten Noten den mittleren Bildungsabschluss und können auch weiterführende Schulen besuchen. Josef Niedermayer beglückwünschte „seine“ Mauerer zu den relativ guten Abschlüssen. Tobias Braun (Lehrbetrieb Siebengartner, Hofstetten) erhielt für den Notendurchschnitt von 1,09 den Staatspreis. Weitere Buchpreise gingen an Sebastian Prosch (Luger und Kraus, Wittibreut) und Stephan Langhammer (Rießer, Pfarrkirchen) für ihre guten Leistungen. Mit einem Büfett, gestiftet von den Innungen, endete die Abschlussfeier, an der erstmals auch die neue Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Ingrid Hopfinger, teilnahm.




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